Himmelfahrt in Freiburg

Schon länger hatten wir den Wunsch, den Flugplatz Freiburg (EDTF) anzufliegen und dort ein paar Tage zu verbringen. Die Strecke ist uns für ein normales Wochenende zu lang, aber das Himmelfahrtswochenende mit dem Brückentag bot sich perfekt an. Bis kurz vorher haben wir kaum an das Zustandekommen der Tour geglaubt, weil die Wettervorhersage nicht so doll war. Dann kam es aber doch anders und wir konnten starten! Die rund 500 km lange Strecke geht nicht ohne Zwischenstopp, den haben wir in Aschaffenburg (EDFC) eingelegt. Dort bot sich in dem Restaurant am Platz ein gemeinsames Mittagessen mit Bekannten von Roger an.

Auf der zweiten Hälfte der Strecke ließ der Gegenwind Gott sei Dank nach und der Flug am Schwarzwald entlang war sehr abwechslungsreich. Nach der Ankunft in Freiburg haben wir uns für den Mietwagen von App2drive entschieden, weil wir an den zwei Folgetagen Ausflüge in die Umgebung machen wollten.

Am Freitag stand zunächst eine Kurzbesichtigung der sehr sehenswerten Stadt im Breisgau an. Wir haben am Münsterplatz gefrühstückt und das Markttreiben beobachtet. Der Freiburger Münster ist nicht nur von außen überwältigend sondern beeindruckt auch von innen.

In der ganzen Größe kann man das Bauwerk nur von oben ausmachen, so sind wir auf den Aussichtsturm vom Schlossberg geklettert. In der Abendstimmung war es ein absolutes Highlight und das Erklimmen der 189 Stufen bis zur obersten Spitze hat sich gelohnt! Grandios die Ausläufer des Schwarzwalds, die Rheinische Tiefebene und am Horizont die französischen Vogesen zu sehen!

Am Samstag sind wir raus aus der Stadt und zunächst auf den Aussichtspunkt Schauinsland. Von unseren Motorradzeiten ist uns diese geile Kurvenstrecke noch gut in Erinnerung. Der Blick ist immer wieder schön und sehenswert! Von dort ging es weiter nach Titisee-Neustadt an den See. Es ist zwar etwas "Kitsch-Tourismus" in dem Ort, aber trotzdem schön anzusehen. Nach einer kleinen Bootstour sowie Kaffee & Kuchen sind wir dann wieder zurück gefahren.

Der Samstag stand im Zeichen der alten Heimat von Roger in Lörrach. Die Gegend dort weckt alte Erinnerungen und wir haben tatsächlich noch Menschen getroffen, die Roger aus Kindertagen kennt. Die Burg Rötteln liegt wunderbar an einem der Hänge bei Lörrach und man kann sogar das Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungrau in den Berner Alpen sehen! Am Tüllinger Berg haben wir ein kleines "Erdbeer-Picknick" gemacht und den Blick auf Basel genossen. Der Rückflug am Sonntag stand im Zeichen besten Tragschrauber-Wetters! Einfach herrlich die warme Luft und der blaue Himmel. So zeigte sich der Schwarzwald für uns noch einmal von der besten Seite. Auch das Karlsruher Schloss sieht von oben wunderschön aus!

Da wir fleißig an unserer "Sammlung" von Flugplätzen arbeiten, haben wir für diesen Rückflug einen anderen Zwischenstop ausgewählt: Michelstadt im Odenwald (EDFO). Der Platz hat seine Tücken und an diesem Tag mit Crosswind aus südlicher Richtung nicht so ganz einfach anzufliegen, weder bei der Landung noch beim Start. Aber diese Tücken tragen schließlich auch zum Erfahrungsschatz bei. Der Platz selbst ist ganz hübsch, im Lokal war man allerdings mit den paar Gästen heillos überfordert. Nach dem Mittagessen und Tanken sind wir auf die letzte Etappe gen Heimat. Es war ein super schönes Wochenende und wir hatten dolles Glück mit dem Wetter!

Stippvisite in Coburg

Endlich waren die kalten Tage vorbei und die Wettervorhersage versprach ein sonniges Wochenende. Wir entschlossen uns zu einer großen Tagestour in die Region Oberfranken. Der Flugplatz Coburg-Brandensteinsebene (EDQC) erschien für uns günstig, da die Stadt in Fußreichweite liegt. Die Flugstrecke von insgesamt 230 km wählten wir westlich an Eisenach vorbei und südlich am Thüringer Wald entlang. Die Landschaft in der Ecke ist wirklich schön und der zweistündige Flug entsprechend kurzweilig. In Coburg angekommen waren wir beeindruckt von dem Anflug auf die Piste 12, denn die Veste Coburg liegt in unmittelbarer Nähe vom Flugplatz und der Landeanflug führt direkt daran vorbei. Es fällt schwer, sich auf die Landung zu konzentrieren, so toll sieht das aus! Die Lage des Flugplatzes auf der Anhöhe mit der Veste im Hintergrund ist wirklich ein Highlight!

Wir haben uns erst einmal die Außenanlage der Veste angesehen. Es gibt viel zu entdecken und man genießt einen wunderbaren Rundumblick. Direkt an der Veste schließt sich der Hofgarten an und zieht sich bis zur Innenstadt. Einen schöneren Fußweg in die Stadt kann man sich kaum vorstellen! Erinnerungen an Weimar wurden wach, dort sind wir auch durch eine große Parkanlage gelaufen. Der schattige Weg kam uns bei den sommerlichen Temperaturen gelegen, denn für den Flug hatten wir uns etwas wärmer angezogen.

Für einen ausgiebigen Stadtrundgang blieb leider nicht viel Zeit, somit hat sich unsere Erkundung auf die Altstadt beschränkt. Am Marktplatz haben wir lecker gegessen und dem Treiben auf dem Wochenmarkt zugesehen. Mit einem Eis in der Hand sind wir dann ganz gemütlich wieder durch den schönen Hofgarten Richtung Flugplatz gelaufen. Nun ging es allerdings bergauf, was mit langer Hose und Wanderschuhen dann doch etwas mühsam war. Im Fliegerstübchen am Platz haben wir uns noch etwas Erfrischendes gegönnt und uns fürs Tanken am Platz entschieden. Dort gibt es leider nur Avgas, eigentlich nicht der richtige Sprit für uns. Aber wir hatten keine Lust mehr auf einen Zwischenstop und wussten, dass unser Rotax hin und wieder auch das verbleite Flugbenzin verträgt. Beim Tanken sprach uns Ulrich an, er fiel uns vorher schon mit seinem spacigen "Arrowcopter" auf. So eine Maschine haben wir vorher auch noch nicht gesehen. Wir haben uns nett unterhalten und über schöne Flugplätze in Deutschland ausgetauscht. Vielleicht sehen wir uns bei einem unserer nächsten Touren in der Gegend wieder, die Adresse haben wir ja!

Der Rückweg wurde durch eine kleine Gewitterzelle versperrt, die sich über dem Thüringer Wald gebildet hatte. Daher haben wir kurz nach dem Abflug umdisponiert und anhand des Regenradars einen kleinen Korridor zwischen den Regenzellen für den Flug über das Mittelgebirge gewählt. Hat gut geklappt und hinter Eisenach trafen wir wieder auf die geplante Route. Auch wenn man als Flieger am liebsten immer schönes Wetter haben möchte, sehen dicke Regenwolken über den Bergen schon sehr beeindruckend aus! Das Lichtspiel mit den Wasserfahnen, Nebelschwaden über den Wäldern und zwischendrin ein Regenbogen ist ein wirklich schönes Naturschauspiel. Rechtzeitig vor der Schließzeit sind wir wohlbehalten wieder in Hildesheim gelandet. Es war ein langer und anstrengender, aber auch ein richtig toller Tag!

Flugplatzfest in Bohmte

Wir werfen immer mal wieder einen Blick in den Terminkalender vom Fliegermagazin und wenn es passt, besuchen wir ab und zu auch mal ein Flugplatzfest. Nun war endlich Bohmte-Bad Essen (EDXD) an der Reihe. Wir wussten schon, dass dort immer am 1. Mai was los ist. Aber die Größenordnung war uns nicht bewusst. Seit vielen Jahren bereits organisiert der LSV Wittlage e.V. dieses große Fest und bei gutem Wetter zählen sie dort an die 10.000 Besucher! Schon der Anflug war spannend, am Airport Frankfurt dürfte kaum mehr los sein als an diesem Tag in Bohmte!

Wir sollten eine lange Landung machen und die Maschine auf einer Abstellfläche am Ende der Piste abstellen. Die Einweisung war mit einem Follow-me Fahrzeug sowie Platzeinweiser und kurz nach dem Aussteigen kam ein T5 Bus als Taxi, um uns zum Rummelplatz zu bringen. Es gab Buden wie auf einem Jahrmarkt, Kaffee und Kuchen mit über 100 Kuchensorten, Rundflüge, Flohmarkt und Kinderbelustigung.

Der Modellflugplatz war auch ein Highlight mit den vielen sehenswerten Modellen im Groß- und Kleinformat. Für die Kinder gab es einen "Bonbonabwurf" aus einem der Flieger...tolle Idee. Einige Maschinen im Echtformat konnte man nicht nur bestaunen sondern auch zum Rundflug buchen: Antonow An-2, Dornier Do 27, AERO 145 und einige Maschinen mehr.

Für Action wurde ebenfalls gesorgt: der Hubschrauber Ecureuil AS350 zeigte ein paar Kunststücke genauso wie ein Segelflieger mit Kunstflugtauglichkeit. Sehr beeindruckend! Nachdem wir an verschiedenen Buden unseren Magen reichlich gefüllt und den Trubel ausgiebig genossen haben, sind wir wieder gen Hildesheim gestartet. Das Wetter war an diesem Tag nicht unbedingt ein fliegerischer Traum, aber vor Ort war es prima und es hat uns sehr gut gefallen.

Ostern in Trier

Glück muss man haben! Wie Millionen andere Deutsche auch waren wir voller Vorfreude auf vier freie und sonnige Tage. Somit war klar, dass wir eine Übernachtungstour unternehmen werden. Unsere Wahl fiel auf Trier an der Mosel. Dank B&B Hotelgutschein sollte es eine Stadt mit eben solchem Hotel und guter Anbindung sein. Der Flugplatz Trier-Föhren (EDRT) liegt gut 20 km nörlich der Stadt und hat sogar App2drive. Den Wagen haben wir aber gar nicht genutzt, weil man in Trier selbst kein Auto braucht. Gegen kurze Fußmärsche haben wir nichts einzuwenden, deshalb war der nahgelegene Bahnhof mit der guten Bahnanbindung für uns eine gute Wahl.

Trier ist eine bezaubernde Stadt! Die jahrtausendalte Geschichte ist allgegenwärtig zwischen Dom, Porta Nigra und Römischer Brücke. Im Palastgarten konnten wir uns gar nicht satt sehen an den farbenprächtigen Blumen vor dem strahlend blauen Himmel. Ein Gedicht auch für uns als "Kulturbanausen". Man kann alles wunderbar zu Fuß ablaufen.

Für die Gegenden, die man nicht mal eben zu Fuß erkunden kann, haben wir ein uns gut bekanntes Fortbewegungsmittel gewählt: den Segway. Eine Stadtrundführung mit dem Segway ist einfach toll und besonders in Trier ein Muss. Denn die Route ist sehr abwechslungsreich! Zunächst durch die Stadt und verschiedene Parks, an der Mosel entlang, durch einen niedlichen Schrebergarten und durch die Weinberge. Einfach traumhaft der Blick vom Weinberg auf Trier und die Mosel!

Die Stadt aus der Vogelperspektive ist natürlich auch wunderschön. Besonders wenn man schon einige Wege zu Fuß abgelaufen ist, kann man aus der Luft die geografischen Zusammenhänge der historischen Bauten besser herstellen.

An einem Tag haben wir einen Tagesausflug zum Flugplatz Pirmasens (EDRP) am Fuße des Pfälzer Waldes gemacht. Auf dem Platz war jedoch leider nicht viel los. Immerhin haben wir im hübschen Fliegerlokal gegessen und einen kleinen Plausch mit den Polizisten des EC135 aus Koblenz gehalten. Tauschen wollten sie ihren Eurocopter gegen unseren Autogyro jedoch nicht. Am Flugplatz Trier-Föhren waren wir gut aufgehoben und haben mit Steffy und Konrad zwei sehr nette Flugleiter kennengelernt. Wir bedanken uns für den freundlichen Service und kommen gerne wieder!

Kleiner Flugplatz - viel Action!

An diesem ersten Aprilsonntag führte unser Ausflug Richtung Franzi´s alte Heimat. Den Flugplatz Oldenburg-Hatten (EDWH) "hatten" wir schon häufig überflogen bzw. links liegen gelassen. Nun fiel uns beim Stöbern im Internet auf, dass der Platz eine sehr ansprechende Homepage hat und richtig interessant zu sein scheint. Also auf nach Oldenburg!

Der Flugleiter begrüßte uns mit einem freundlichen "Moin, moin". Das Restaurant am Platz ist sehr hübsch eingerichtet und mit einigen Flieger-Accessoires dekoriert. Franzi´s Eltern kamen auch, so konnten wir gemeinsam Mittagessen. Nach dem Essen bekamen wir noch ein dolles Kunstflugprogramm mit einem Pitts Doppeldecker geboten. Coole Manöver und viel Action sorgten für Begeisterung bei den Gästen. Am Ende der Flugvorführung sah es aus, als würde der Pilot einen Donut drehen, so versank die Maschine im Kunst-Qualm. Der Platz hat uns gut gefallen, wir kommen gerne wieder. Und so ganz nebenbei war es unser Flugplatz Nr. 80!

Auf den Spuren der Hanse

Schon wieder sind vier Wochen vergangen, seitdem wir das letzte Mal in die Luft gegangen sind. Aber nun ist der Frühling endültig in greifbarer Nähe. Für diesen letzten Samstag im März haben wir uns eine kleine Tour nach Korbach (EDGK) überlegt. Wir sind schon einige Male über den kleinen Platz geflogen, liegt er doch in unmittelbarer Nähe vom Edersee und damit auf einer unserer häufig geflogenen Routen. Wir erfuhren von den sehr netten Herren am Flugplatz, dass Korbach die einzige Hansestadt in Hessen ist und manch ein Besucher schon vergeblich den Hafen gesucht hat. Ohne Erwartung auf einen Hafen sind wir die nur zwei Kilometer lange Strecke in die Stadt gelaufen. Ist ganz hübsch dort, aber auch recht verschlafen. Nach Kaffee und Kuchen und einem kurzen Rundgang durch die Stadt haben wir uns dann auch wieder auf den Rückweg gemacht. Auf dem Rückflug sind wir (unter Beachtung der Halbkreisflughöhe) in einer für uns seltenen Flughöhe von 5.500 Fuß geflogen, ist auch mal eine interessante Perspektive!

Winterfrühling -Reloaded-

Das ist ja kaum zu fassen, wir schreiben den Monat Februar und das Wetter ist megaschön!! Was für ein Glück, so konnten wir schon das zweite Wochenende in Folge fliegen. An diesem letzten Sonntag im Monat hieß unser Ziel Paderborn-Haxterberg (EDLR). Der kleine Flugplatz vor den Toren der Stadt erschien uns vom Internetauftritt ansprechend zu sein inkl. Restaurant am Platz. Der Flug dorthin war schon grandios, ein blitzeblauer Himmel und quasi kein Wind. Wir haben uns aufgrund der niedrigen Temperaturen erst um kurz nach 11 Uhr auf die nur knapp 100km lange Strecke gemacht. Wirklich traumhaft war der Tag mit einer fantastischen Sicht. Die Rennstrecke Bilster Berg, auf der wir vor ein paar Monaten mit dem Jaguar F-Type R rumgedüst sind, konnten wir uns nun auch einmal von oben ansehen.

Auf dem kleinen Flugplatz, der nur einen "Steinwurf" vom Flughafen Paderborn-Lippstadt entfernt liegt, war richtig Betrieb. Wir hatten Glück und konnten mit unseren Freunden einen der wenigen Tische in der Sonne ergattern. Lecker Mittagessen, Sonnenschein, Flugzeuge gucken und quatschen. Was kann es für einen Sonntag Schöneres geben?! Leider war die Zeit schon viel zu schnell vorbei und wir mussten uns wieder auf den Rückweg begeben. Aber für einen Februartag war das schon großartig und nicht mehr zu toppen!

Winterfrühling

Kaum zu glauben! Ein Hauch von Frühling mitten im Februar...und dann auch noch genau am Wochenende. Mehr Glück kann man kaum haben. Somit stand für uns natürlich fest, dass wir auf den Flugplatz fahren. Zunächst stellte sich jedoch heraus, dass die lange Standzeit von drei Monaten bei unserer Maschine leichte Spuren hinterlassen hat. Nach dem Check fiel uns ein Benzinfleck auf und Thomas wusste sofort die Ursache. Die Schwimmer im Vergaser haben sich vollgesogen, wohl ein altbekanntes Problem beim Rotax. Ruck zuck hatte er die Teile ausgebaut und neue Schwimmer nebst Dichtung eingebaut. Was für ein Glück, dass wir unsere Maschine bei ihm stehen haben. Wir allein hätten den Fehler natürlich nicht sofort erkannt.

Dann standen zunächst ein paar Platzrunden mit Melanie auf dem Plan. Halbe Stunde Franzi, halbe Stunde Roger. Ist immer besser, nach so einer langen Zeit erst mit dem Fluglehrer loszuziehen. Danach sind wir beide noch einmal alleine los für einen Lokalflug. Die alten Motorradstrecken abfliegen, über Süntel und Deister dann wieder zurück nach Hildesheim. Es war ein toller Tag nach der langen Zeit!