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Ostern in Trier

Glück muss man haben! Wie Millionen andere Deutsche auch waren wir voller Vorfreude auf vier freie und sonnige Tage. Somit war klar, dass wir eine Übernachtungstour unternehmen werden. Unsere Wahl fiel auf Trier an der Mosel. Dank B&B Hotelgutschein sollte es eine Stadt mit eben solchem Hotel und guter Anbindung sein. Der Flugplatz Trier-Föhren liegt gut 20 km nörlich der Stadt und hat sogar App2drive. Den Wagen haben wir aber gar nicht genutzt, weil man in Trier selbst kein Auto braucht. Gegen kurze Fußmärsche haben wir nichts einzuwenden, deshalb war der nahgelegene Bahnhof mit der guten Bahnanbindung für uns eine gute Wahl.

Trier ist eine bezaubernde Stadt! Die jahrtausendalte Geschichte ist allgegenwärtig zwischen Dom, Porta Nigra und Römischer Brücke. Im Palastgarten konnten wir uns gar nicht satt sehen an den farbenprächtigen Blumen vor dem strahlend blauen Himmel. Ein Gedicht auch für uns als "Kulturbanausen". Man kann alles wunderbar zu Fuß ablaufen.

Für die Gegenden, die man nicht mal eben zu Fuß erkunden kann, haben wir ein uns gut bekanntes Fortbewegungsmittel gewählt: den Segway. Eine Stadtrundführung mit dem Segway ist einfach toll und besonders in Trier ein Muss. Denn die Route ist sehr abwechslungsreich! Zunächst durch die Stadt und verschiedene Parks, an der Mosel entlang, durch einen niedlichen Schrebergarten und durch die Weinberge. Einfach traumhaft der Blick vom Weinberg auf Trier und die Mosel!

Die Stadt aus der Vogelperspektive ist natürlich auch wunderschön. Besonders wenn man schon einige Wege zu Fuß abgelaufen ist, kann man aus der Luft die geografischen Zusammenhänge der historischen Bauten besser herstellen.

An einem Tag haben wir einen Tagesausflug zum Flugplatz Pirmasens am Fuße des Pfälzer Waldes gemacht. Auf dem Platz war jedoch leider nicht viel los. Immerhin haben wir im hübschen Fliegerlokal gegessen und einen kleinen Plausch mit den Polizisten des EC135 aus Koblenz gehalten. Tauschen wollten sie ihren Eurocopter gegen unseren Autogyro jedoch nicht. Am Flugplatz Trier-Föhren waren wir gut aufgehoben und haben mit Steffy und Konrad zwei sehr nette Flugleiter kennengelernt. Wir bedanken uns für den freundlichen Service und kommen gerne wieder!

Kleiner Flugplatz - viel Action!

An diesem ersten Aprilsonntag führte unser Ausflug Richtung Franzi´s alte Heimat. Den Flugplatz Oldenburg-Hatten (EDWH) "hatten" wir schon häufig überflogen bzw. links liegen gelassen. Nun fiel uns beim Stöbern im Internet auf, dass der Platz eine sehr ansprechende Homepage hat und richtig interessant zu sein scheint. Also auf nach Oldenburg!

Der Flugleiter begrüßte uns mit einem freundlichen "Moin, moin". Das Restaurant am Platz ist sehr hübsch eingerichtet und mit einigen Flieger-Accessoires dekoriert. Franzi´s Eltern kamen auch, so konnten wir gemeinsam Mittagessen. Nach dem Essen bekamen wir noch ein dolles Kunstflugprogramm mit einem Pitts Doppeldecker geboten. Coole Manöver und viel Action sorgten für Begeisterung bei den Gästen. Am Ende der Flugvorführung sah es aus, als würde der Pilot einen Donut drehen, so versank die Maschine im Kunst-Qualm. Der Platz hat uns gut gefallen, wir kommen gerne wieder. Und so ganz nebenbei war es unser Flugplatz Nr. 80!

Auf den Spuren der Hanse

Schon wieder sind vier Wochen vergangen, seitdem wir das letzte Mal in die Luft gegangen sind. Aber nun ist der Frühling endültig in greifbarer Nähe. Für diesen letzten Samstag im März haben wir uns eine kleine Tour nach Korbach (EDGK) überlegt. Wir sind schon einige Male über den kleinen Platz geflogen, liegt er doch in unmittelbarer Nähe vom Edersee und damit auf einer unserer häufig geflogenen Routen. Wir erfuhren von den sehr netten Herren am Flugplatz, dass Korbach die einzige Hansestadt in Hessen ist und manch ein Besucher schon vergeblich den Hafen gesucht hat. Ohne Erwartung auf einen Hafen sind wir die nur zwei Kilometer lange Strecke in die Stadt gelaufen. Ist ganz hübsch dort, aber auch recht verschlafen. Nach Kaffee und Kuchen und einem kurzen Rundgang durch die Stadt haben wir uns dann auch wieder auf den Rückweg gemacht. Auf dem Rückflug sind wir (unter Beachtung der Halbkreisflughöhe) in einer für uns seltenen Flughöhe von 5.500 Fuß geflogen, ist auch mal eine interessante Perspektive!

Winterfrühling -Reloaded-

Das ist ja kaum zu fassen, wir schreiben den Monat Februar und das Wetter ist megaschön!! Was für ein Glück, so konnten wir schon das zweite Wochenende in Folge fliegen. An diesem letzten Sonntag im Monat hieß unser Ziel Paderborn-Haxterberg (EDLR). Der kleine Flugplatz vor den Toren der Stadt erschien uns vom Internetauftritt ansprechend zu sein inkl. Restaurant am Platz. Der Flug dorthin war schon grandios, ein blitzeblauer Himmel und quasi kein Wind. Wir haben uns aufgrund der niedrigen Temperaturen erst um kurz nach 11 Uhr auf die nur knapp 100km lange Strecke gemacht. Wirklich traumhaft war der Tag mit einer fantastischen Sicht. Die Rennstrecke Bilster Berg, auf der wir vor ein paar Monaten mit dem Jaguar F-Type R rumgedüst sind, konnten wir uns nun auch einmal von oben ansehen.

Auf dem kleinen Flugplatz, der nur einen "Steinwurf" vom Flughafen Paderborn-Lippstadt entfernt liegt, war richtig Betrieb. Wir hatten Glück und konnten mit unseren Freunden einen der wenigen Tische in der Sonne ergattern. Lecker Mittagessen, Sonnenschein, Flugzeuge gucken und quatschen. Was kann es für einen Sonntag Schöneres geben?! Leider war die Zeit schon viel zu schnell vorbei und wir mussten uns wieder auf den Rückweg begeben. Aber für einen Februartag war das schon großartig und nicht mehr zu toppen!

Winterfrühling

Kaum zu glauben! Ein Hauch von Frühling mitten im Februar...und dann auch noch genau am Wochenende. Mehr Glück kann man kaum haben. Somit stand für uns natürlich fest, dass wir auf den Flugplatz fahren. Zunächst stellte sich jedoch heraus, dass die lange Standzeit von drei Monaten bei unserer Maschine leichte Spuren hinterlassen hat. Nach dem Check fiel uns ein Benzinfleck auf und Thomas wusste sofort die Ursache. Die Schwimmer im Vergaser haben sich vollgesogen, wohl ein altbekanntes Problem beim Rotax. Ruck zuck hatte er die Teile ausgebaut und neue Schwimmer nebst Dichtung eingebaut. Was für ein Glück, dass wir unsere Maschine bei ihm stehen haben. Wir allein hätten den Fehler natürlich nicht sofort erkannt.

Dann standen zunächst ein paar Platzrunden mit Melanie auf dem Plan. Halbe Stunde Franzi, halbe Stunde Roger. Ist immer besser, nach so einer langen Zeit erst mit dem Fluglehrer loszuziehen. Danach sind wir beide noch einmal alleine los für einen Lokalflug. Die alten Motorradstrecken abfliegen, über Süntel und Deister dann wieder zurück nach Hildesheim. Es war ein toller Tag nach der langen Zeit!